Karim Rashid: das demokratisch, eklektische und optimistische Design

„Design is about the betterment of our lives poetically, aesthetically, experientially, sensorially and emotionally.”

„Bei Design geht es um die Verbesserung unseres Lebens: poetisch, ästhetisch, experimentell, sensorisch und emotional.”

                               Aus dem Manifest von Karim Rashid

 

Eklektisch, optimistisch und großer Unterstützer des demokratischen Designs, ist Karim Rashid einer der wirkungsvollsten Designer unserer Zeit. Aus seinen Projekten sind mehr als 3000 Produkte entstanden und dank dieser hat er mehr als 3000 der wichtigsten Preise im Bereich der Innenarchitektur und der Architektur gewonnen.

Er behauptet, dass er im Alter von 18 Jahren herausfand, Designer zu werden, als er zum ersten Mal den Salone del Mobile in Mailand besuchte, wo ihn das Werk von Achille Castiglioni faszinierte. Und Italien wird einen wichtigen Platz in seiner Ausbildung ausmachen: Nach seinem Bachelor-Abschluss in Industriedesign an der Carleton University in Ottawa, beendet er seine Studien genau in diesem Land: nämlich in Neapel, unter der Leitung von Ettore Sottsass.

Heute hat Karim Rashid sein privates Studio in New York, in der West Side von Manhattan, wo er Projekte schafft, welche die gesamte Welt des Designs interessieren: vom Interior– bis zum Industrial– und Graphic-Design, wobei er auch das Feld der wahren Kunst streift.

Die kennzeichnenden Eigenschaften des Werks von Karim Rashid

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Fußbodenprojekt Laminato für Parador, Deutschland

Schon seit je her bestehen die Projekte von Karim Rashid aus einer Vereinigung von verschiedenen Ideen, Materialen und Stilen, welche sich miteinander verflechten und die traditionellen Regeln des Designs umstürzen. Bei seinen Werken fallen sofort die lebhaften Farben und weichen Formen ins Auge: Das Design von Karim Rashid will optimistisch und voller positiver Energie und Vitalität sein.

Laut seiner Philosophie muss jeder Gegenstand oder jedes Möbelstück, das einen festen Platz im täglichen Leben eines Individuums einnimmt, das Leben einfacher machen: darum bestehen seine Projekte aus runden, fließenden und bequemen Formen, die perfekt zum Handeln einer Person passen.

Das Design ist für Karim Rashid eine demokratische Angelegenheit: es sollte kein Luxus sein, weil alle den Anspruch auf gut gestaltete Objekte haben, welche auf die Bedürfnisse derer, die sie besitzen, funktionell zugeschnitten sind. Und genau aus diesem Grund ist das bevorzugte Material für seine Arbeiten der Kunststoff: ein vielseitiges Material und daher edel, aber auch demokratisch, da es sich aus wirtschaftlicher Hinsicht alle leisten können.

Und dank der modernen Technologien, die in der Massenproduktion verwendet werden, ist es möglich Objekte zu schaffen, die allen Luxus ins Haus bringt: Durch die Verwendung von günstigen Materialien wie Plastik und der Perfektion der schnellen industriellen Technologien in der Produktion wird Luxus erreichbar. Daher haben für Karim Rashid die Designer die Aufgabe, diesen Prozess einzuläuten, indem sie Objekte kreieren, welche das Leben eines jeden Einzelnen verbessern, es angenehmer, schöner, aufregender und einfacher machen – wie er in seinem „Karimanifesto“ behauptet.

In den letzten Jahren hat Karim Rashid begonnen den Gebrauch von nachhaltigeren Materialien, welche biologisch abbaubar oder recyclebar sind, zu erkunden. So werden nun viele seiner ikonischen Produkte, die traditionell aus Kunststoff hergestellt sind, in Bioplastik (hergestellt aus Mais), in Recycling-Polystyrol oder in anderen grünen Materialien wie Zucker, Rinde und Acai angeboten.

Was entwirft Karim Rashid?

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Haltestelle Università der Metro in Neapel

Haltestelle Università der Metro in NeapelWie schon erwähnt, beinhaltet die Produktion von Karim Rashid die Welt des Designs in seiner Gesamtheit. Auf seiner offiziellen Webpräsenz ist es möglich, die zahlreichen, von ihm entworfenen Werke zu bewundern: Möbel, Lampen und Kronleuchter, Einrichtungsgegenstände, öffentliche Räume, Innenausstattung, Kleidung und Modeaccessoires, Grafik-Design und Kunstwerke, einschließlich Installationen.

Unter den von ihm entworfenen Werken befinden sich die jüngst entstandenen Wohngebäude für Hap Investiments Lilak, Pleasant Ave Condo und Madison Ave Condo, welche durch die verwendeten Formen und Farben sowie durch ihre Unkonventionalität gegenüber baulicher Normen sofort erkennbar sind. Berühmt sind des Weiteren die Innenentwürfe von Rashid für das Restaurant Morimoto in Philadelphia, für das Hotel Semiramis in Athen oder für die Haltestelle Università der Metro in Neapel.

Ebenso fehlen nicht in seinem Portfolio Zusammenarbeiten mit weltbekannten Marken aus verschiedenen Gebieten. Samsung aus der High-Tech-Welt, Swarovski für den Schmuck, Artemide und Magister für die Einrichtung, Audi und Hyundai in der Automobilbranche.

Karim Rashid ist jedoch auch verantwortlich für einige Objekte, die sich zu wahren Ikonen des demokratischen Designs entwickelt haben: der PapierkorbGarbo“ und der „Oh Chair“ Stuhl.

Garbo

Der im Jahre 1994 für Umbra entwickelte Papierkorb „Garbo“ hat es geschafft, den einfachen Mülleimer in ein ikonisches Designobjekt zu verwandeln. Seit über 20 Jahre ist der Papierkorb von Rashid in Bezug auf die Verkaufszahlen ein großer Erfolg und für den Designer einer seiner stolzesten Werke, da seine Mission das Konzept des Abfalleimers zu revolutionieren, hier aufgegangen ist. Vorher war dieser ein völlig anonymes Objekt und sich selbst immer gleich – mit Garbo trifft nun Funktionalität auf ästhetisches Vergnügen.

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Oh Chair

Der „Oh Chair”, ein großer Klassiker des zeitgenössischen Designs, wurde 1999 für Umbra entwickelt und verkörpert die Embleme des Designs von Karim Rashid: weiche und runde Formen, lebhafte Farben für den Bezug und der Gebrauch von kostengünstigen Materialien. Der Stuhl ist in der Tat aus mattem Polypropylen gefertigt, die Stuhlbeine hingegen aus Stahl und in der neuen Version in der gleichen Farbe wie die Schale bemalt: Surf Blue, Jasmine, Orange, Rot und in den minimalistischeren Farben Schwarz und Weiß. Der „Oh Chair“ ist in seiner weißen Version seit 1999 Teil der Dauerausstellung des Museum of Modern Art in San Fran (SFMOMA).

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