Das Badezimmer: vom griechischen Sporttempel zur Designoase – eine Geschichte der Badkultur

Im Laufe der Geschichte hat das Wort „Bad“ immer wieder neue Bedeutungen angenommen. Vom gemeinsam genutzten Platz unter freiem Himmel, entwickelte sie das Bad zum abgeschirmten Privatzimmer im eigenen Haus, in dem man für die eigene Hygiene und das eigene Wohlbefinden sorgt.

Während dieser Entwicklung sind – je nach Epoche und Kulturkreis – Schritt für Schritt neue Einrichtungsstände und innovative Materialien dazugekommen, deren Funktionalitäten immer mehr auf die Pflege des Körpers und Entspannung abgestimmt waren. Die Badewanne ist davon das Hauptbeispiel.

Das erste Beispiel eines Badezimmers geht auf das Jahr 1700 v. Chr. zurück:  in einem antiken Palast in Knossos auf Kreta befand sich ein für seine Zeit hypermodernes Badezimmer, das mit einem außergewöhnlichen Wassersystem ausgestattet war.

Zunächst verbreitet sich das Bad in den griechischen Sportanlagen (Gymnasium), wo man sich während der Sportübungen schnell abkühlte.

Erst im Rom des 3. Jahrhunderts v. Chr. erreichte das Bad eine neue kulturelle und gesellschaftliche Rolle: in den Thermen wurde es zu einem elitären Ort, in dem man sich unter wohlriechenden Essenzen entspannen konnte.

Im Zuge der Völkerwanderungen verblasste der Reichtum der Thermen, die fast alle zerstört wurden.

Der Wert des Bades nahm unter dem Wachsen der kirchlichen Macht im Laufe der Jahrhunderte immer mehr ab. Das Baden wurde sogar verboten, da diese Art von Körperpflege als wollüstig angesehen wurde.

Erst im 19. Jahrhundert nahmen Hygiene und Sauberkeit wieder einen Platz in der alltäglichen Routine von vor allem reichen Adligen ein. Zunächst verstand man darunter eine Art Ritual, das man in Anwesenheit der Hausangestellten durchführte. Erst später wurde es zu einem privaten Moment der Entspannung.

Von diesem Konzept stammt auch die heutige Bedeutung des „Badezimmers“: ein Raum, der dem eigenen psychologischen und physiologischen Wohlbefinden gewidmet ist und dessen Mobiliar und multifunktionalen Materialien mit Sorgfalt ausgewählt sind.

Eng an seine antiken Wurzeln anknüpfend, ist das Badezimmer heute mehr denn je eine Oase der Sinne und unterliegt vielen Modetrends. So haben sich in den letzten Jahren viele interior designer der Badeinrichtung gewidmet. Mit großer Aufmerksamkeit zum Detail und zur Personalisierung des Raums, kreieren sie eine Entspannungsoase im eigenen Haus.

“Das Badezimmer wird zu einem Fluchtort von der Welt, einem Ort, wo die Zeit nicht mehr existiert.” – Kuratoren der Ausstellung “Die Toilette: die Geburt der Initimität”, Paris 2015

Die Trends der Badeinrichtung 2016 sind zeitgenössische Linien, die Verwendung von modernen Technologien und die Einfachheit des minimal-chic mit einer Vorliebe zum Gegensatz zwischen Raum und Einrichtung. Diese Eigenschaften kennzeichnen auch die meistgefragten Stile des Jahres: Zen-Stil und Industrial Style.

 

ZEN-STIL: NATÜRLICHER MINIMALISMUS

Die Grundlagen der Zen-Kultur – Energie und Meditation – spiegeln sich in den kurvenreichen Formen der Einrichtung wider, das sich meisterhaft mit den natürlichen Holzfarben, der Reinheit des Weiß und strengen Eleganz der Farbe Schwarz vereint.

Der aus Japan stammende Stil wird durch reine und wesentliche Linien, Naturmaterialen und weitläufige Räume charakterisiert, die eine optimale Atmosphäre für das eigene Wohlbefinden schaffen.

Eine geräumige und einladende Badewanne ist die Hauptdarstellerin eines Badezimmers im Zen-Stil. Sie ist in weichen, runden Formen gehalten und besteht aus Materialen, welche die Schönheit von Naturstein imitieren.

Für alle, die den in der Natur innewohnenden Minimalismus, Farbgegensätze und die Harmonie zwischen Licht und Schatten lieben, ist die Wahl des Zen-Stil zu empfehlen.

Freestanding Badenwanne
Vanity Badewanne
Vov Badewanne

INDUSTRIAL STYLE

Basizität und Funktionalität von reinen Linien, kompakten Materialien und minimalistischen Design machen den beliebten Industrial Style so einmalig

Der Trend will der monumentalen Industriearchitektur mit ihren typischen Materialien neuen Raum geben.

Ein Badezimmer im Industrial Style ist für alle geeignet, die in reinen, geometrischen Formen ein Gleichgewicht von Körper und Geist finden. Materialien wie schwarzes Metall, Kunstharze und Stahl schaffen zusammen mit Holzoberflächen eine faszinierende urban-chic Atmosphäre.

Hier kreiert das optische Weiß der massiven Badewanne, ein Gefühl von Linearität und Perfektion, in der man die Hektik und Anspannung des Alltags vergessen kann.

MENDI Badenwanne
YOLE Badenwanne

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